Warum Licht für mich mehr kann als Glow – und wo die Dermatologie beginnt
Licht als Werkzeug der Dermatologie
21.08.2026 | Dr. Charlotte Marian (Grillitsch) 
Es gibt viele Behandlungen, die der Haut kurzfristig mehr Glow geben. Lichttherapie begeistert mich aber aus einem anderen Grund: Für mich geht sie einen Schritt weiter – weg von reiner Kosmetik und hin zu einem medizinisch wirklich interessanten Therapiekonzept.
Denn Licht kann in der Haut sehr viel mehr bewirken, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Das gilt besonders für Systeme wie FOTOAGE von SKYMEDIC, mit dem wir bei Med&Skin arbeiten.
Bei einer Lichtbehandlung dieser Art arbeiten wir nicht nur oberflächlich an der Haut. Unterschiedliche Lichtwellenlängen werden gezielt eingesetzt und – je nach Behandlungsprotokoll – mit speziellen Wirkstoffen kombiniert.
Genau diese zusätzliche Ebene finde ich so spannend. Wir können damit Regenerationsprozesse unterstützen, Entzündungen beeinflussen und die Haut nach bestimmten Behandlungen bei ihrer Heilung begleiten. Gleichzeitig lassen sich unterschiedliche Hautprobleme gezielter adressieren.
Für mich ist das deshalb nicht einfach eine weitere LED-Maske, sondern eine sinnvolle Ergänzung unserer dermatologischen Therapien.
Ein Bereich, in dem ich Lichttherapie besonders gerne einsetze, ist Akne.
Denn bei Akne reicht es langfristig häufig nicht, einzelne Pickel auszutrocknen oder nur kosmetisch auszureinigen. Wir müssen Entzündung, Talgproduktion, Verhornung und das Hautmilieu berücksichtigen.
Vor allem blaues Licht wird aufgrund seiner Wirkung auf Cutibacterium acnes bei entzündlicher Akne eingesetzt. Andere Wellenlängen können wiederum regenerative Prozesse unterstützen.
Richtig in ein medizinisches Aknekonzept integriert, kann Lichttherapie deshalb dabei helfen, Entzündungen zu reduzieren, die Haut zu beruhigen und das Hautbild langfristig zu stabilisieren.
Natürlich ersetzt Lichttherapie bei ausgeprägter Akne nicht automatisch eine medikamentöse Therapie – aber sie gibt uns eine weitere wertvolle Behandlungsmöglichkeit. Und bleiben nach abgeklungener Entzündung Aknenarben zurück, ist das ohnehin ein eigenes Kapitel.
Was ich ebenfalls sehr schätze: Lichttherapie lässt sich hervorragend mit anderen dermatologischen und ästhetischen Behandlungen kombinieren.
Nach bestimmten Laserbehandlungen, Peelings, Microneedling oder anderen Verfahren ist die Haut bewusst in einem Regenerationsprozess. Genau hier kann eine gezielte Lichttherapie sinnvoll ansetzen.
Das Ziel ist, Heilungs- und Reparaturprozesse der Haut zu unterstützen, Rötungen und Entzündungsreaktionen zu reduzieren und die Regeneration zu optimieren.
Für mich ist das ein wichtiger Unterschied: Wir führen nicht nur eine Behandlung durch und warten anschließend auf das Ergebnis – wir können die Haut auch in der Heilungsphase aktiv begleiten.
Besonders interessant wird das Thema Licht in der medizinischen Dermatologie.
Chronische UV-Strahlung hinterlässt nicht nur Pigmentflecken und Fältchen. Sie kann zu echten Lichtschäden der Haut führen. Dazu gehören auch aktinische Keratosen – raue, häufig zunächst unscheinbare Hautveränderungen, die als präkanzeröse Läsionen und damit als Vorstufen eines Plattenepithelkarzinoms gelten.
Hier kommt die photodynamische Therapie (PDT) ins Spiel. Dabei werden gezielt lichtaktivierbare Substanzen eingesetzt und anschließend mit einer definierten Lichtquelle aktiviert, um krankhaft veränderte Zellen zu behandeln.
Wichtig ist mir dabei die Unterscheidung: Eine klassische LED-Behandlung ist nicht automatisch eine Therapie einer aktinischen Keratose. FOTOAGE kann im Rahmen photodynamischer Konzepte eingesetzt werden. Besteht aber der Verdacht auf aktinische Keratosen oder andere Hautkrebsvorstufen, gehören diese zuerst dermatologisch untersucht und anschließend leitliniengerecht behandelt. Welches Verfahren geeignet ist, entscheiden wir erst nach der Diagnose – und dafür ist die Hautkrebsvorsorge der richtige erste Schritt.
Genau diese Verbindung aus Dermatologie, Lichtmedizin und Ästhetik finde ich persönlich besonders spannend.
Vielleicht ist das auch der Grund, warum diese Behandlung so gut zu unserem Ansatz bei Med&Skin passt.
Natürlich freuen wir uns über mehr Glow, einen ebenmäßigeren Teint und eine schönere Hautstruktur. Aber für mich sollte moderne ästhetische Dermatologie weitergehen. Ich möchte verstehen, was in der Haut passiert – und genau dort ansetzen.
Entzündung reduzieren. Regeneration unterstützen. Akne langfristig kontrollieren. Lichtgeschädigte Haut erkennen und medizinisch behandeln. Und gleichzeitig die Hautqualität verbessern.
Genau deshalb hat die Lichttherapie für mich einen so hohen Stellenwert: Sie verbindet ästhetische Ergebnisse mit echter Dermatologie.
Am Ende ist genau das mein Anspruch: nicht einfach nur schönere Haut – sondern gesündere Haut, die dadurch auch schöner aussieht.
Wenn du wissen möchtest, wie eine Lichtbehandlung konkret abläuft, wie viele Sitzungen üblich sind und was sie kostet, findest du das auf unserer Seite zur FotoAge LED-Lichttherapie in Wien. Und wenn du unsicher bist, ob hinter einer rauen Stelle mehr steckt: Dann fang bitte nicht bei der Kosmetik an, sondern bei der Untersuchung.